Review

Kyo Itachi

Mugen Swords

Digi Drates • 2011

Hinter dem japanisch Künstlernamen Kyo Itachi verbirgt sich ein aufstrebender Beatschrauber aus Paris über den nur wenig bekannt ist. Seit 2010 veröffentlicht er seine Alben über das Label Digi Crates und hatte mit seinem ersten Producer Album Musikyo namenhafte Kunden wie John Robinson, Wildchild, Rasco oder Dudley Perkins bedient. Bewaffnet mit einem MPC-2000 bringt der »Producer with Ninja Manga concept«, wie er seinen Stil selbst beschreibt, klassische HipHop-Feinkost aus Frankreich mit einem fernöstlichen Touch. War er auf dem Vorgänger Love Mugen noch jazzlastig und entspannt, so gibt es auf dem aktuellen Mugen Swords eine 180-Grad-Wende die dem RZA-Stil der »goldenen Neunziger« beeindruckend gleichkommt. Seine Liebe zu Kung-Fu Filmen (z.B. Ip-Man) und ähnlichen Animes (z.B. Samurai Champloo), gemischt mit einem großen Wu-Tang Einfluss, bildet den roten Faden für dieses Instrumental-Album. Daher sind die Drums trocken und roh, Samples einfach gehalten und andere Spielereien nicht anzutreffen. Doch jeder einzelne Beat überzeugt und man wartet automatisch bis ein Raekwon oder Method Man anfängt die passenden Lines zu rappen, denn es würde perfekt passen! Dagegen bieten Titel wie u.a. Brooklyn Naruto, mit fein gepickten Soul Samples, eine ruhige Abwechslung im rauen Grundgerüst. Auf Clouds wird dem 2010 verstorbenen japanischen HipHop-Produzenten Nujabes Tribut gezollt, denn auch er ist ein großer Einfluss für den Franzosen. Kyo Itachi drückt mit einer überzeugenden Authentizität dem selbst ernannten »Ninja Hip Hop« und »Manga Soul« seinen Stempel auf – Swingin’ Swords like Shinobi!

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Kyo Itachi
Mugen Swords
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