Review

Kool Savas

Tot oder Lebedig

Optik • 2007

Nachdem der selbsternannte »King of Rap« Kool Savas mit seinen letzten Veröffentlichungen wie dem Crewalbum »Optik Takeover« oder seinem »John Bello Story«-Mixtape eher enttäuschte, geht er nun – fast auf den Tag genau 5 Jahre nachdem mittlerweile als Klassiker geltenden »Der beste Tag meines Lebens« – mit seinem zweiten Album »Tot oder lebendig« an den Start, um zu beweisen, dass man ihn noch lange nicht abschreiben kann. Zwar hat der Neu-Heidelberger bei den Doubletime-Abfahrten eines Kollegah klar das Nachsehen, kickt nicht mal halb so witzige Punchlines wie Snaga & Pillath und wird niemals die lyrische Tiefe eines Curse erreichen, dafür besinnt er sich jedoch auf dem neuen Album auf seine eigentliche Stärke. Was genau heißt: freshe, neue Flows und verrückte Reimkonzepte. So hört man ihn dann auch schon mal wie bei »Mona Lisa« über einen Oldschool-Beat derart flowen, dass sich jedem anderen Rapper zehn Mal die Zunge umdrehen würde. Auf Features wurde bis auf Azad sowie die Sänger Moe Mitchell und Senna verzichtet. So erlebt man eine Legende des deutschen Raps pur über Melbeatz’ Produktionen rappen, wodurch eine konsequente Weiterentwicklung zu seinem Debüt erkennbar wird.

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Kool Savas
Tot oder lebendig
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