Julien Dyne

Teal

Soundway • 2018

Es beginnt mit einem schnurgeraden House-Beat. Schon sehr bald allerdings, noch im Opener »Design«, schießen hier noch andere Dinge ein. Dass »Teal«, das neue Album des Neuseeländers Julian Dyne, kräftige afrikanische und karibische Farben trägt, muss nicht überraschen. Wer sich ein bisschen im Netz umschaut, entdeckt Julien Dyne bald als Kenner. Ein DJ-Set macht aber natürlich noch kein Album. Der Multiinstrumentalist, DJ, Produzent und bildende Künstler verfügt auch über ein ausgedehntes Netzwerk, zu dem die Sängerin Ladi6, der Trompeter Toby Laing von Fat Freddy’s Drop und die Jazzer Jonathan Crayford und John Bell gehören, die, wie schon auf vorherigen Alben, mit von der Partie sind und für vielschichtige Texturen sorgen. So bekommt jeder Track seinen eigenen Charakter. »YouYou« ist von afrikanischem 1980er-Jahre-Boogie beeinflusst. In »Hours« steht im Zeichen des seelenvollen Gesangs von Ladi6, der einzige Track übrigens, in dem die menschliche Stimme ganz vorn stehen darf. »Copernicus« nimmt ein wenig das Tempo raus, bevor »What You Say« versonnen dahin shufflet. »Hot Shoe« ist im Anschluss eine ziemliche Disco-Wuchtbrumme und so weiter. Dabei zerfällt »Teal« nicht in seine Einzelteile. Vor allem die live gespielte Percussion verleiht dem Album als Ganzem einen angenehm organischen Charakter.

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Julien Dyne
Teal
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