Review

Jimmy Edgar

Mercurio EP

Ultramajic • 2013

Jimmy Edgar kehrt mit der EP »Mercurio« auf das gemeinsam mit Kumpel Machinedrum gegründete Label Ultramajic zurück. Die dritte 12" zwischen Dancefloor und Metaphysik versammelt drei energiegeladene Techno-Banger des ausgeflippten Wahl-Berliners und zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen. Erbarmungslos hämmern die Kicks, rütteln die Claps und zischen die Snares. Edgars sexy Machinen-Funk bringt auch die letzten Gehirnzellen in Wallung! Der vielbeschäftigte DJ und Produzent mit Detroiter Wurzeln beschreitet mit »Mercurio« weiter die Label-Mission, stampfenden 90er-Techno mit modernen Bassmusik-Formeln und aggressivem House zu vermischen. Besonders gut klappt die Fusion auf »Qlinda«. Der harsche Beat, getragen von zerschnippelten Vocal-Fetzen, verwandelt sich im Mittelteil in eine soulige Dubstep-Nummer mit warmen Synth-Flächen. Der Titeltrack und »Ultraviolet« bleiben dem geraden Beat treu, beeindrucken aber nicht minder mit teuflisch vertracktem Drummachine-Timing, metallischen Modular-Synths und minutiöser Sound-Manipulation. Ob ultra-magisch oder nicht – wer Tanzflächen mit innovativem Sound zum Kochen bringen will, darf Edgars heiße Techno-Phase nicht verpassen.