Imani

Out Of The Blue

Mad About • 2019

Bei manchen Platten wundert man sich, was wohl die Gründe gewesen sein mögen, dass die Beteiligten anscheinend keine anderen kommerziell erhältlichen Aufnahmen hinterlassen haben. Und bei Imani, dieser mutmaßlichen Vier-Song-Band aus der Gegend von San Francisco, hätte man sich allemal gewünscht, dass sie noch ein bisschen länger dabeigeblieben wären. Privat gepresste 500 Platten haben die beiden Komponisten Preston Philipps und Pam Byrd von ihrem Projekt 1983 in Umlauf gebracht und so mittelfristig für einen dieser Discogs-Wucherartikel gesorgt. Ob die Musik 800 EUR und mehr wert ist, sei dahingestellt, ohnehin bekloppt, das in Geld messen zu wollen, zudem gibt es jetzt ja eine Neuauflage von »Out Of The Blue« zu erschwinglicheren Preisen. Die Musik rechtfertigt den Reissue allemal. Extrem tiefergelegter Soul Jazz, hier mit lateinamerikanischer Grundierung, da mit sehnsüchtigen Synthesizerflächen, drei Viertel mit Gesang, zum Schluss swingender R&B. Das Ganze auf 25 Minuten verteilt, die sehr viele sehr gute Schwingungen enthalten. Irgendwie kann das kaum sein, dass sich die Leute anschließend in alle Winde verstreut und andere Sachen gemacht haben sollen. Immerhin: Der Perkussionist Karl Perazzo tauchte später unter anderem wieder auf Santana-Alben auf.

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Imani
Out Of Blue
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